Die Liberalen der Kölner Innenstadt

Archiv für März 2013

Mr. Roters, open this gate!

Die Zeichen verdichten sich, dass eine große Koalition von SPD und CDU die Inbetriebnahme des südlichen Teilstücks der U-Bahn ablehnt. Das wäre nun wirklich ein Witz, wenn über Jahre in der Südstadt alles auf den Kopf gestellt wird, und jetzt, wo es endlich fertig ist, bleiben die Tore geschlossen und die fertigen Bahnsteige gammeln vor sich hin!

Auch in der Bezirksvertretung haben wir diese Frage diskutiert. Da ging es vor allem um die Entschädigung für die Anwohner der Severinsstr. Die vom Stadtdirektor Kahlen (SPD) versprochene Befreiung von den Sanierungsbeiträgen ist ja ins Wasser Gefallen, weil rechtswidrig. Alle(!) Fraktionen haben sich nun für eine Entschädigung anderer Art ausgesprochen. Die Grünen und wir haben deshalb für die Inbetriebnahme gekämpft und dem entsprechenden Antrag hat sich auch die SPD angeschlossen! Die CDU betonte ausdrücklich, wie sehr sie sich die Inbetriebnahme wünsche, allerdings hat sie sich dann enthalten.

Im Rat sieht es dann leider ganz anders aus.

hier der Bericht aus dem Wochenspiegel, aus dem auch das Artikelbild stammt

und hier der aktuelle Stand aus der heutigen Rundschau

U-Bahnstation Messe/ Bf Deutz

Im Sommer letzten Jahres berichteten wir an dieser Stelle über die geplante Sanierung  der U-Bahnstation Messe/ Bf Deutz. Der Vorschlag der Verwaltung beinhaltete die komplette Sanierung der Haltestelle durch Fliesen mit Baumarkt-Charme, ohne den Verbindungsgang von der U-Bahnhaltestelle zum Bahnhof und zur Messe in die Neugestaltung mit einzubeziehen. In der gesamten Anmutung des Verkehrsknotenpunktes wäre für viel Geld ein Flickwerk ohne architektonische Qualität entstanden. Die Lösung erschien uns, in der Bezirksvertretung 1, zu uninspiriert für die Bedeutung der Haltestelle und das geplante Budget von 400.000 Euro. In dieser Auffassung wurden wir auch im Gestaltungsbeirat und den anderen beratenden Gremien unterstützt.

Podiumsdiskussion Altstadt: Patentrezepte nicht in Sicht

Die Liberalen der Kölner Innenstadt hatten zu einer Diskussionsveranstaltung zur Entwicklung der Altstadt eingeladen und trotz der schneebedingten Anreiseschwierigkeiten für alle Nicht-Altstädter fanden über 50 Gäste den Weg in den GIR-Keller in der Lintgasse. Auf dem Podium wurde der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Robert Kilp, eingerahmt von den Vertretern der beiden großen Interessenvertretungen in der Altstadt: Dr. Joachim Groth für die Bürgergesellschaft Altstadt und Wilhelm Wichert für die IG Altstadt. Schnell wurde deutlich, dass die Vorstellungen von der Altstadt durch sehr unterschiedliche Interessen geprägt sind.

Podiumsdiskussion zur Entwicklung der Altstadt

Vor über einem Jahr wurde der „Runde Tisch Altstadt“ eingerichtet. Anlass waren unhaltbare Zustände am 11.11.2011, aber es ging um mehr: Junggesellenabschiede, Partyschiffe, Boardinghäuser – Vereinbarkeit von Wohnen, Gastronomie und Events – Stadtbildpflege von der Müllentsorgung bis zur Gebäudesanierung.  Was hat sich seither getan? Wie stellen wir uns eine attraktive Altstadt vor? Wohn- und Kulturquartier oder touristischer Anziehungspunkt als Ausgehviertel – lässt sich das verbinden?