Die Liberalen der Kölner Innenstadt

Kölner U-Bahnhöfe im Haus der Architektur (HDAK)

Zu ihrer Baukulturstunde am Dienstag lud das Haus der Architektur unter der Überschrift „Kölner U-Bahnhöfe“ ein. In seinen einführenden Worten lobt Dr. Ulrich Krings aus dem Vorstand des HDAKs die Tradition der Zusammenarbeit von Architekten und Künstlern bei der Gestaltung der Kölner U-Bahnhöfe. Dieses Erfolgsmodell zeige sich auch bei den neu eröffneten und gelungenen U-Bahnhöfen Breslauerplatz und Rathaus. Er beklagt aber auch die mangelnde Pflege und den Sanierungsstau der bestehenden Haltestellen. Ein Problem, das auch uns schon länger beschäftigt.

Reinhard Thon, langjähriger Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau, zeigt in seinem historischen Abriss über die Geschichte der Kölner U-Bahn eindrücklich die Entwicklung der Gestaltung der Haltestellen vom reinen Ingenieurbauwerk in den 60er Jahren zu anspruchsvollen, ambitioniert gestalteten Stadträumen ab den 70er Jahren bis heute. Auch er bedauert, dass viele der Kunstwerke  und Haltestellen in traurigem und zerstörten Zustand sind.

Gerd Neweling, aktuell zuständiger Amtsleiter, berichtet über die Schwierigkeiten bei den Sanierungen durch mangelndes Personal in den letzten Jahren und leere Kassen. Hinzu kommen neue Anforderungen an die behinderten gerechte Nutzbarkeit der Haltestellen. Er zeigt aber auch Hoffnungsschimmer auf. So kann der Zeit die Haltestelle Leyendeckerstrasse in Zusammenarbeit mit der  Künstlerin des Deckengemäldes saniert werden. Auch für die Haltestelle Deutz/ Messe wird ein kleiner Gestaltungswettbewerb ausgelobt. Wir berichteten hierzu.

Das gut besetzte Haus der Architektur und die anschließende Diskussion zeigen, wie wichtig die Pflege dieser hochfrequentierten Stadträume ist und wie stark der allgemein Wunsch, dass die Sanierungen mit Verstand und gestalterischem Anspruch angegangen werden.

Die Kölner Rundschau berichtet und kommentiert.

Foto: www.nord-sued-stadtbahn.de