Die Liberalen der Kölner Innenstadt

Auf der „via culturalis“ zum Kapitol – aber nicht mit der KVB

In der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt vom letzten Donnerstag wurde auch über die Benennung der neuen U-Bahnhalteststelle am Heumarkt abgestimmt. Wir haben uns für die Erweiterung zu „Heumarkt / Kapitol“ eingesetzt, weil wir hier eine große Chance sahen, der historischen Dimension unserer Stadt im Alltagsbewußtsein einen sinnfälligen Platz zu geben. Die Mehrheit von Grünen und SPD hat das leider abgelehnt. Später wurde dann ein Workshopverfahren zur „via culturalis“ vorgestellt. Dort heißt es im Vorlagentext : „Das Projekt „Via Culturalis“ beschreibt das ambitionierte Vorhaben, die Zeitebenen und -spuren von zwei Jahrtausenden Stadt- und Kulturgeschichte sichtbar und begreifbar zu machen.“ Hier plötzlich allgemeine Zustimmung. Wie das zu erklären ist? Es ist wohl leider ganz einfach: Der Vorschlag der Haltestellenbennung kam von der FDP, namentlich vom Vorsitzenden der Ratsfraktion, Ralph Sterck – und das stand so auch in der Presse zu lesen. Da wäre es wohl zu viel gewesen, diesen guten Vorschlag Wirklichkeit werden zu lassen. Dann lieber ablehnen, was man eigentlich unterstützt.

Dass die Grünen schließlich noch vorschlugen, die Haltestelle „Heumarkt / Hohe Straße“ zu nennen, also nach dem Stadtraum, der im Konzept der „via culturalis“ als Konsummeile ausgewiesen ist, war dann rückblickend nur noch witzig.

hier die Vorlage zum Workshop via culturalis

und hier der Artikel im Kölner Stadtanzeiger, dem auch das Artikelbild entnommen ist