Die Liberalen der Kölner Innenstadt

Einkaufsboulevard versus Partymeile, die Kölner Ringe

Henriette Reker und Jochen Ott im Streitgespräche

Am Dienstagabend hat die Einrichtungsmeile Kölner Ringe, ein Zusammenschluss von 13 Einzelhändlern, zu einer Podiumsdiskussion mit den Oberbürgermeisterkandidaten Henriette Reker und Jochen Ott in das Hotel Cologne eingeladen.

Schon seit Monaten kämpfen die Einzelhändler darum ihren Sorgen und Nöten wegen der zunehmenden Verwahrlosung auf den Kölner Ringe Gehör zu verschaffen. Nun wollten sie von den beiden Kandidaten für den Posten als OberbürgemeisterIn wissen, welche Lösungsansätze sie für den Kampf gegen Verschmutzung und Kriminalität haben und wie ihre Vorstellungen von der Zukunft der Ringe aussehen.

Gleich zu Beginn stellt Henriette Reker ihr Ziel klar den Kölner Ringen wieder mehr von ihrer ehemaligen Pracht als großstädtischer Boulevard zurückzugeben. Herr Ott hingegen spricht von Milieuschutzsatzung.

Einigkeit herrscht darüber, dass das Ordnungsamt durch mehr Personal gestärkt werden muss und die von den Freien Demokraten schon lange geforderte Wiedereinführung der Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und Ordnungsamt umgesetzt werden soll. Die gemeinsame Streife von Ordnungsamt und Polizei soll insbesondere in den Partynächten an den Wochenenden die Sicherheit und Ordnung in beiden Zuständigkeitsbereichen deutlich erhöhen.

In Bezug auf die Sauberkeit lobt Frau Reker den Antrag der FDP in der Bezirksvertretung Innenstadt mit der Forderung nach Anpassung der Reinigungsfrequenz auf den Ringen an den stark belasteten Wochenenden als einen Schritt in die richtige Richtung. Wir berichteten.

Bei der Neugestaltung der Ringe soll in Bezug auf die Neuordnung des Verkehrs besonders der immer weiter zunehmende Fahrradverkehr Berücksichtigung finden. Während Jochen Ott zwischen einer Lösung mit der gefühlten Sicherheit eines getrennt geführten Fahrradweges und der objektiven Sicherheit der Führung des Radverkehres auf der Straße schwankt, sieht Henriette Reker den Ausbau des Radverkehrs in jedem Fall im Zusammenhang mit allen Verkehrsteilnehmern.

Die parallel geplante Fahrradstraße über die Wälle erwähnt keiner von beiden.

Sorgen macht den Anliegern auch die Obdachlosen- und Drogenszene am Rudolfplatz. Auch wenn beide Kandidaten anmerken, dass diese Szene in einer Großstadt nicht gänzlich verdrängt werden kann. So weist Jochen Ott auf Angebote rund um den Hauptbahnhof und den Dom hin. Henriette Reker reicht das nicht aus. Sie ist der Überzeugung, dass hier Raumangebote in der näheren Umgebung geschaffen werden müssen, um diese Menschen mit Hilfsangeboten zu erreichen.

Bei Rückfragen an Herr Ott, warum Köln die Probleme unter dem Oberbürgermeister der SPD, Jürgen Rothers, nicht schon offensiver angeht, weist dieser jetzt schon die Verantwortlichkeiten an die Dezernenten in der Verwaltung.

Der Verwaltungsprofi Henriette Reker hingegen möchte diese Stadt wieder führen. Die Verwaltung bei knappen personellen Ressourcen so umbauen, dass Abläufe effizienter werden und Reibungsverluste zwischen verschiedenen Ämtern abgebaut werden. Mit einer Oberbürgermeisterin Henriette Reker soll Köln wieder den Rang unter den Metropolen einnehmen, der so schmerzlich vermisst wird.

Deshalb wünschen wir Henriette Reker am 13. September viel Erfolg!

weitere Berichte:

Kölnische Rundschau am 5.8.2015

Express am 5.8.2015